Der richtige Zeitpunkt
für ein künstliches Gelenk

Trotz aller Vorteile, die ein Gelenkersatz in der Regel mit sich bringt, gibt es viele Patienten, die den Eingriff lange hinauszögern. Dabei scheint oft weniger die Angst vor der Operation der Grund zu sein – sondern vielmehr die Sorge, dass das Kunstgelenk möglicherweise nicht die erhoffte Schmerzlinderung oder Verbesserung der Beweglichkeit bringt.

Wichtig ist, zu wissen, dass die Diagnose Arthrose nicht zwangsläufig ein künstliches Gelenk erforderlich macht. Aber wenn konservative Maßnahmen die Schmerzen und Bewegungs­einschränkungen nicht mehr ausreichend lindern können und die Betroffenen über eine Verschlechterung ihrer gesamten Lebensqualität klagen, ist das künstliche Gelenk eine echte Alternative.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Zu jung für eine Endoprothese?

Schulterprothesen haben eine sehr lange, aber dennoch nicht unbegrenzte Lebensdauer. Die Angst vor einer späteren Wechseloperation kann daher ebenfalls dazu führen, dass Patienten die Zähne zusammenbeißen und versuchen, die Primärimplantation so lange wie möglich hinauszögern. Eine fachmännisch durchgeführte Revision, d.h. Wechseloperation, kann für den Patienten durchaus gute Ergebnisse erbringen.

Letztlich muss jeder Patient für sich und gemeinsam mit seinem Arzt entscheiden, wie hoch sein Leidensdruck ist und wann der Zeitpunkt für ein künstliches Gelenk gekommen ist.